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Sieben gegen Tod und Teufel: Die großen Western 10 Howard Duff

Sieben gegen Tod und Teufel: Die großen Western 10

Howard Duff

Published October 20th 2012
ISBN :
Kindle Edition
104 pages
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 About the Book 

Seine Kopfhaut zog sich jäh zusammen, sein Herz hämmerte wie rasend. Danach war ihm, als stieße ihm jemand einen Eiszapfen ganz langsam in den Nacken. Der Third Corporal Rico Rogas umklammerte sein Gewehr und starrte auf den Busch. Er ahnte die Nähe des Todes. Schreien, dachte der Third Corporal, ich muß schreien. Meine Freunde schlafen, meine Freunde... Aber er brachte keinen Ton hervor, seine Kehle war wie zugeschnürt. Es war der Schreck, nicht etwa die Angst vor dem Tod, der dort herankroch. Der Tod lag hinter dem Busch, der sich nun nicht mehr bewegte. Er zitterte nicht in dieser dunklen Nacht über der Tierra Blanca. Mein Gott, dachte Rogas, sie sind da, sie sind überall. Warum immer ich? Warum stellen sie mich immer hin, wenn die Nacht besonders schwarz ist? Weil ich nachts wie eine Katze sehen kann, ich, Rico Rogas, der Greaser, wie sie zu Anfang gesagt haben. Immer muß ich auf Wache ziehen, immer ich, denn ich sehe alles, was andere erst zu sehen bekommen, wenn es zu spät ist. Er rührte sich nicht, er starrte auf den 50 Yards entfernten Busch und begriff, daß er verflucht allein war. Drüben war der andere Posten, sein guter Freund Harry Hayden. Und der ahnte nichts, weil sie es auf seiner Seite erst gar nicht versuchen würden. Nein, dort nicht, denn da war nichts als dieser weiße Sand. Hier gab es langgezogene Mulden, und in einer davon kam der Busch förmlich angewandert. Plötzlich legte sich Ricos Anspannung, auch sein Herzschlag raste nicht mehr. Er wurde ganz ruhig, der Third Corporal. Der Busch bewegte sich über den Sand, und der Schatten dahinter wirkte ganz klein, während Rico Rogas die Augen zusammenkniff und nach links blickte. Er sah die vier anderen Büsche nun in der nächsten Bodenfalte, die zum Hügel führte. Und dann hörte er die Schritte von Harry drüben. Bohnenstange Harry Hayden spazierte gemächlich an der anderen Seite der im Rechteck aufgefahrenen Wagen daher und ahnte nichts.